Vorbereitung auf die nächste Surfeinheit: Bewegungsabläufe und sicheres Verhalten mit dem Surfbrett werden zunächst am Strand geübt
Vom 4. bis 13. September 2026 tauschten 21 Schülerinnen und Schüler der Heinrich Metzendorf Schule Bensheim für zehn Tage Klassenraum und Werkstatt gegen Atlantik, Sandstrand und Surfbrett. Gemeinsam mit drei Lehrkräften ging es nach Moliets an die französische Atlantikküste. Die Gruppe spiegelte dabei die Vielfalt des Bildungsangebots der Heinrich Metzendorf Schule wider: Neben Auszubildenden der Berufsschule aus den Bereichen Kfz-Mechatronik, Mechatronik und Holztechnik nahmen auch Studierende der Fachschule Bautechnik an der Surfwoche teil.
Die jeweils rund 18-stündige An- und Abreise mit dem Bus stellte dabei wohl die größte Herausforderung der gesamten Fahrt dar. Vor Ort waren die langen Stunden jedoch schnell vergessen: Sonniges Wetter, Strand und Atlantik sorgten für nahezu ideale Bedingungen. Lediglich an einem Abend und in einer Nacht zeigte sich das Wetter von seiner regnerischen Seite.
Im Mittelpunkt der Woche stand natürlich das Surfen. Insgesamt absolvierten die Schülerinnen und Schüler fünf Surfeinheiten unter professioneller Anleitung einer in Deutschland lizenzierten Surflehrkraft. Für viele war es der erste Kontakt mit einem Surfbrett. Neben Gleichgewicht, Paddeltechnik und dem richtigen Aufstehen auf dem Brett gehörten auch das sichere Verhalten im Wasser und der Umgang mit den Kräften des Atlantiks zu den Lerninhalten.
Ergänzt wurde die praktische Ausbildung durch einen Einführungskurs sowie eine Surftheoriestunde. Dabei erfuhren die Teilnehmenden unter anderem, wie Wellen entstehen, welche Besonderheiten und Gefahren beim Surfen im Meer zu beachten sind und wie man sich verhält, wenn eine Situation im Wasser einmal nicht wie geplant verläuft. Auch der Schutz der Natur spielte eine wichtige Rolle: Warum Dünen einen empfindlichen Lebensraum darstellen und weshalb ein verantwortungsvoller Umgang mit Strand und Umwelt selbstverständlich sein sollte, wurde ebenfalls thematisiert. 
Surftheorie: Wellen, Strömungen, Gefahren und Umweltschutz standen auf dem Programm.

Gemeinsamer Tagesausflug ins spanische San Sebastián.
Die Fortschritte während der Woche waren deutlich sichtbar. Während zu Beginn bereits das Paddeln und Aufstehen eine Herausforderung darstellte, gelang es zum Ende der Surfwoche fast allen Schülerinnen und Schülern, auf dem Brett zu stehen und eine Weißwasserwelle in Richtung Strand zu surfen. Dabei standen nicht nur sportliche Leistungen im Mittelpunkt, sondern ebenso Durchhaltevermögen, gegenseitige Unterstützung und das gemeinsame Erleben außerhalb des Schulalltags. Wie nachhaltig die Erfahrungen für einige Teilnehmende waren, zeigte sich bereits während der Fahrt: Mehrere Schülerinnen und Schüler waren von der Atmosphäre und dem Leben im Surfcamp so begeistert, dass sie sich nach ihrem Abschluss im kommenden Jahr selbst als Teamer vor Ort bewerben möchten. Für Abwechslung abseits des Strandes sorgte außerdem ein Tagesausflug ins spanische San Sebastián. Die Küstenstadt bot die Möglichkeit, gemeinsam eine neue Umgebung kennenzulernen und die sportliche Woche durch ein weiteres gemeinsames Erlebnis zu ergänzen. Nach zehn Tagen ging eine abwechslungsreiche Schulsurfwoche zu Ende, die für viele sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben wird. Neben ersten Erfolgen auf dem Surfbrett nahmen die Schülerinnen und Schüler vor allem viele gemeinsame Erlebnisse, neue Erfahrungen und möglicherweise sogar die Begeisterung für ein neues Hobby mit zurück nach Bensheim.


